I´bi vo Besefeld, Krautsapperlott!Luschtig isch uf de Welt, leb i´ net flott?
Haun i´ koin Rand am Huet, fehlt mir gar´s Bett,
Haun i´ doch frohe Muet, so macht mer´s wett!
Goht au der Sommer bald, geits au früha Schnai,
Fehlt uns im Tannewald Frucht, Obscht und Heu:
Beerle geit´s überall gar vielerlei.
Ischt unser Tannewald net a schö´s Gäu?
Über mei Besefeld, do goht halt nix!
Wenn i´e Jäger wär, hätt i´e Büchs;
Aber im Tannewald schlaget mier Holz.
Hilft nix! Dui Tanne fallt, schtoht´se au stolz.
I´ bi a luschtiger Bua. I´ bi net schlecht;
Wenn i´e mol heire thua, wurd´s au no recht.
Luschtig isch uf der Welt, mier lebet flott,
Mier send vo Besefeld, Krausapperlott!

"D´r Besefelder Bua". Steht er doch geradezu symbolhaft für den Typ des aufrechten geradlinigen, stolzen und nicht zuletzt wohl auch schlauen Nordschwarzwälder Bauern.Seine Verkörperung fand diese Gestalt in Fritz Pfeifle (1878-1960), genannt "Sauwasenbauer", einem Original des Hinteren Waldes. Er betrieb ein Rossfuhrwerk zur Personen- und Güterbeförderung.
Seine musikalische und literarische Verewigung fand der "Besefelder Bua" im gleichnamigen Lied und ist damit weit über die engere Umgebung hinaus bekannt geworden.
Noch vor wenigen Jahrzehnten konnte man in der Zeitung lesen:
"Wenn die Besenfelder gemütlich beisammen sitzen, dann ist gewiss einer unter ihnen, der das Besenfelder Lied anstimmt. Mit Begeisterung singen alle mit, ob jung oder alt, drückt sich doch in dem Text die frohe Wesensart und der Stolz auf die Heimat aus. "
Inzwischen haben sich die Freizeitbeschäftigungen stark gewandelt. Gemeinsames Singen gilt heute als Relikt aus vergangenen Zeiten. Dennoch sollte es nicht in Vergessenheit geraten.

